Arbeit im Rahmen der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft (2015–2024)
Die erste UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft wurde 2014 von der Vereinte Nationen ausgerufen und stand unter dem Leitmotiv „Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung“. Sie reagierte auf die anhaltende strukturelle Diskriminierung von Menschen afrikanischer Herkunft weltweit — als historisches Erbe von Versklavung, Kolonialismus und fortwirkendem Rassismus.
ADEFRA war maßgeblich an der Umsetzung der UN-Dekade im Land Berlin beteiligt. Berlin war das erste Bundesland, das die Dekade offiziell implementierte. In einem breit angelegten Konsultationsprozess zwischen Verwaltung und Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Akteur*innen der Zivilgesellschaft wurden Diskriminierungserfahrungen sichtbar gemacht, strukturelle Problemlagen benannt und konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet.
Ein zentraler Fokus unserer Arbeit lag auf: der Sichtbarmachung anti-Schwarzer Diskriminierung der Stärkung sozialer Resilienz in Schwarzen und afrodiasporischen Communitys der Entwicklung institutioneller Schutz- und Handlungsstrategien der politischen Verankerung von Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung
Die Ergebnisse des Konsultationsprozesses wurden 2019 in einem umfassenden Abschlussbericht veröffentlicht und bildeten die Grundlage für einen weiterführenden Maßnahmen- und Implementierungsprozess in der Berliner Verwaltung.
Unsere Arbeit im Rahmen der UN-Dekade steht für eine verbindliche Verknüpfung von Community-Wissen, wissenschaftlicher Analyse und politischer Intervention — mit dem Ziel, strukturelle Veränderungen nachhaltig zu verankern.
ENGLISH
The first UN International Decade for People of African Descent was proclaimed in 2014 by the United Nations under the theme “Recognition, Justice and Development.” It responded to the ongoing structural discrimination faced by people of African descent worldwide — rooted in the historical legacies of enslavement, colonialism, and systemic racism.
ADEFRA played a key role in implementing the Decade in the federal state of Berlin, which became the first German state to officially adopt it. Through an extensive consultation process between public administration and Black, African, and Afro-diasporic civil society actors, experiences of discrimination were documented, structural challenges identified, and concrete recommendations developed.
Our work focused on: making anti-Black discrimination visible strengthening social resilience within Black and Afro-diasporic communities developing institutional protection and action strategies anchoring recognition, justice, and development in policy structures
The 2019 final report of the consultation process laid the groundwork for a continued implementation strategy within Berlin’s administration.
Our engagement in the UN Decade connects community knowledge, scholarly analysis, and political advocacy — working toward sustainable structural change.
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