Die zweite UN-Dekade – politische Verantwortung tragen, Verbindlichkeit zeigen

 

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 6. Mai 2026

Berlin startet zweite UN-Dekade mit Forderung nach verbindlichem Handeln gegen anti-Schwarzen Rassismus

RAA Berlin lädt Politik, Verwaltung und Community zum offiziellen Auftakt ins CommUnity Zentrum ein

Mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung am 6. Mai 2026 ruft die RAA Berlin Politik und Verwaltung dazu auf, die zweite UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft (2025–2034) in Berlin nicht nur symbolisch zu begrüßen, sondern mit verbindlichen politischen Maßnahmen zu unterlegen. Unter dem Titel „Auftakt 2026: Die zweite UN-Dekade – politische Verantwortung tragen, Verbindlichkeit zeigen“ soll der Übergang von internationalen Selbstverpflichtungen zu konkretem politischen Handeln auf Landesebene sichtbar gemacht werden.

Die Veranstaltung markiert die offizielle Begrüßung der zweiten UN-Dekade im Land Berlin und setzt ein deutliches Zeichen für die strukturelle Fortführung des Engagements gegen anti-Schwarzen Rassismus. Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Communitys kommen zusammen, um über die zukünftige Umsetzung in Berlin zu beraten.

Am 17. Dezember 2024 hatte die Generalversammlung der Vereinten Nationen die zweite UN-Dekade ausgerufen. Deutschland kommt als Mitinitiatorin der Resolution eine besondere Verantwortung bei ihrer Umsetzung zu. Für Berlin bedeutet dies, bestehende Maßnahmen aus der ersten Dekade weiterzuführen und in eine langfristige Strategie zu überführen.

Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer ressortübergreifenden Landesstrategie zum Abbau von anti-Schwarzem Rassismus und zur Gleichstellung von Menschen afrikanischer Herkunft, die alle Senatsverwaltungen und Bezirke verbindlich einbezieht. Die RAA Berlin betont, dass nur eine institutionell verankerte Gesamtstrategie sicherstellen kann, dass politische Anerkennung nicht folgenlos bleibt.

Zu den zentralen Anliegen gehören:

  • die nachhaltige Ständige Einbindung Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Communitys,
  • die Verstetigung bereits begonnener Maßnahmen aus der ersten UN-Dekade,
  • die Einrichtung einer*eines Landesbeauftragten für anti-Schwarzen Rassismus,
  • sowie die stärkere Verankerung von Forschung und Lehre zu Black Studies an Berliner Hochschulen.

„Die zweite UN-Dekade kann nur wirksam werden, wenn aus politischer Anerkennung endlich politische Verbindlichkeit entsteht. Berlin hat die Möglichkeit, weiterhin eine bundesweite Vorreiterrolle einzunehmen“, erklärt die RAA Berlin.

Mit der Veranstaltung soll deutlich werden: Die zweite UN-Dekade ist nicht nur ein internationaler Rahmen, sondern ein konkreter Auftrag an die Berliner Landespolitik, strukturelle Ungleichheiten wirksam abzubauen und demokratische Teilhabe nachhaltig zu sichern.

Veranstaltungsinformationen

Auftakt 2026: Die zweite UN-Dekade – politische Verantwortung tragen, Verbindlichkeit zeigen
Datum: 06. Mai 2026
Uhrzeit: 13:30 – 18:00 Uhr
Ort: Each One Teach One (EOTO) e.V. – CUZ CommUnity Zentrum
Togostraße 76
13351 Berlin

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